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gw/ Beitrags-Chronologie | |
Bernau, 5.5.2018 MAIL: |
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AN: prinz_chaos@mac.com |
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Es geht um Asien, verdammt!Der westliche Blick übersieht das Wesentliche der globalen Realität. |
![]() Betreff: RUBIKON-BEITRAG v. 5.5.2018 - Datum: Sun, 06 May 2018 13:40:51 +0200 |
Hallo FE
Kirner, Prinz Chaos II,
Sie
bespielen mit Ihrem Artikel auf RUBIKON, auf den ich da gestern
gestoßen bin samt dem Verweis auf Ihre Autorschaft, ein in meinen
Augen vielfältig bereicherndes Wahrnehmungs- und Handlungsspektrum,
über dessen Entdeckung ich mich freue.
Wahrnehmungs-Umakzentuierungen, wie jene, die Sie in Ihrem ´Es geht
um Asien, verdammt!´-Artikel in unser aller Horiziont gerückt sehen
wollen, liegen auch mir sehr am Herzen:
wir im
´Westen´ fahren da bisher weiter auf Geleisen, die je länger je mehr
ins Illusionäre führen, am Ende gar Ausdruck von ´erweiterter´
Agonie zu werden drohen, zu weltmachtkampfbesessenen Amokläufen
gleichsam ...
Die Gewichte
zwischen den Kulturen dieser Welt verschieben sich dramatisch -
´der Westen´ rennt mit zunehmend irrwitzigen Wettbewerbs-,
Technologie-, Rüstungs- und System-Change-Strategien dagegen an und
evoziert in Gegenpositionierungen zu den ja vielfältig wirklich z.T.
staunenswert positiven Entwicklungen im asiatischen Raum neue
Machtkampf-Szenarien, in die sich alle wie auch immer hineingezogen
fühlen - und leider auch hineinziehen lassen (einschließlich
´Asiens´ !)...
Darf ich
Ihren sehr richtigen Weckruf im Sinne dessen, was Sie von unserer zu
eingleisig fahrenden Friedensbewegung einfordern, erweitern -
jedenfalls in dem Sinne, in dem ich diese Forderung verstanden sehen
möchte?
- Es geht
darum, wie wir alle in Europa, Amerika, Afrika, Asien, Australien
Wandlungen in unseren Kulturgefügen b e w e r t e n ...
- Es geht
darum, sich mit allen zu freuen, die sich aus mehr oder minder
haarsträubenden Abhängigkeiten herauszuentwickeln wussten und weiter
oder auch neu wissen...
- Es geht
darum, die Wertschätzung welcher
Kultur auch immer nicht an ihrer Vorteilsnahme-Macht auszurichten
-
hören wir
auf, uns überhaupt für diese Frage zu interessieren:
Ordnen wir
unsere eigenen Verhältnisse einfach so, dass jede Art innerer wie
äußerer Vorteilsnahme nirgendwo wirklich greifen kann !
> Dazu
braucht es keinerlei Militär.
> Dazu
braucht es die Abkehr von jeder Art von Bündnispolitik im Innern wie
nach außen.
> Dazu
braucht es die Abkehr von den bisherigen Marktmacht-Erwerbs- und
-Verteidigungs-Strategien - im Innern wie nach außen.
> Dazu
braucht es ein Neudenken der Mulitlateralitäts-Geflechte, mittels
deren im Wesentlichen bisher ´der Westen´ zu bemänteln wusste, wie
sich tradierte Vorteilsnahme-Positionen ´zeitgemäß´ weiterentwickeln
ließen...:
... wir
brauchen keine immer komplizierteren möglichst globalen
Vertragswerke...
... wir
brauchen die je kulturspezifische Entscheidung für FAIRPLAY im
Innern wie nach außen - und unabhängig davon, ob andere unmittelbar
mitziehen oder nicht...
Wo Westen,
Süden, Osten nicht endlich an neuartigen ´FAIRPLAY-Geleisen´
arbeiten
- jede
Kultur in Eigenverantwortung, aber alle in lebendigem und
uneingeschränkt gleichberechtigtem Austausch -
...warten
bereits zahlreiche Wände auf uns, heißen sie nun Krieg, Terror,
oder Ressourcen- bzw. Lebensgrundlagen- Verlust und Aufruhr jeder
Art...
Sie haben
völlig recht: Waffen (-Übermacht oder Unterlegenheiten
auszuzählen) braucht es dazu nicht nur nicht, es frisst sinnlos
Kraft und bessert nichts.
Klar braucht
einfach nur zu werden:
WER RÜSTET,
WILL VORTEILE FÜR SICH DURCHSETZEN -
N I C H T
S ANDERES !!!
Schutz für
wen immer, ist so am Ende nie zu erreichen ... wachsender Blutzoll
und instabilst reduzierte Lebensbedingungen für Unzählige gleichwohl
... !
Entziehen
wir uns endlich diesen Kreisläufen, setzen wir auf die kulturellen
Potentiale in allen Regionen dieser Welt: bewundern und fördern wir
sie, tauschen uns zugunsten wechselseitiger Gedeihlichkeiten &
Lebendigkeitsgewinne aus !
Wo sich
Unfairness einschleicht, kehren wir uns einfach ab und verbessern
unsere Fairplay-Regeln so, dass die Spielräume für
Unterwerfungsspiele welcher Kategorie immer so klein wie möglich
bleiben !
Die Mittel
für die da allfälligen Umbauten unserer Unternehmens- bzw.
Wirtschafts-Philosophien & Institutionalisierungen, unserer
Einkommensordnungen und Besteuerungssysteme und einer wirklich auf
selbst eingegangene Fairplay-Regeln ausgerichteten Handelspolitik,
hätten wir ja problemlos...
- jedes
Land via Umpolung seiner Rüstungs- & Verwaltungsdickicht-Haushalte
auf Fairplay-Haushalte... !!!
In
s o l c h e M o d e l l e gehörte unser Geld - und:
es gehörte
aufgewandt:
- zugunsten
unseres allerhöchsten Interesses, dem, in Frieden leben zu dürfen,
...
- und des
zweithöchsten: das auch wirklich gedeihlich tun zu können, statt in
Laufrädern ohne jedes Menschen- & Naturmaß... & auf Kosten anderer
...
Wo
tun wir z.B. - namentlich die Friedensbewegung, über Demos,
Crowdfunding, Genossenschafts-Gründungen oder eigene Startups .
- etwas
z.B. für den Bau selbstbestimmter Digital-Plattformen (etwa
www.human.org )für unsere
Kommunikation, für unser Produzieren und Handeln, für den Zugang zu
Jobs & Weiterbildungen...?
- etwas
z.B. für Bildungssysteme, die auf Selbstorganisation, statt auf
Fremdbestimmung setzen - und Menschen großziehen ohne Sensorium
für die Infantilisierungen, die blinder Konsumismus erzeugt, je
länger, je mehr?
- etwas für
Aufruf und Organisation von Bürgerkonventen auf kommunaler, wie auf
gesamtstaatlicher Ebene, die die Entmächtigungen der letzten
Jahrzehnte ausballancieren hülfen und Umbaubereitschaften weckten...
![]()
Wo wir mit
solchen Erkenntnissen bei uns selbst anfingen
- im
Bewusstsein wie diverser auf Vergebung & Versöhnung zielender
Kommunikatiossignale, das jahrhundertelange Fehlverhalten auf Seiten
´des Westens´ betreffend -:
Da hätte
Frieden weltweit ein kräftiges neues Stück Chance - und unser
Alltagsleben am allerersten...
Merci für
Ihre engagiert schwungvollen Zeilen auf RUBIKON und für Ihre
Aufmerksamkeit für die Appell-Aufnahme, zu der sie mich bewegt
haben...
Beste Grüße
Gabriele
Weis
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