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--- gw/  philosophische GEBETE Bernau, 27.4.2018
   
   
Katholikentagsgebet gw/    Mein FRIEDENSGEBET
   
Münster  
   
   
   
Herr, unser Gott, wir suchen Frieden:
für die Welt und Europa, für unser Land und
die Gesellschaft, in der wir leben.
Wir suchen Frieden mit und in Deiner Schöpfung,
zwischen den Religionen und Konfessionen, in unserer
Kirche und in unseren Gemeinden.
Wir suchen Frieden untereinander und mit uns selbst.
Wir suchen Frieden mit und in Dir.

Wir sehen
Unfrieden, Kriege und Kämpfe,
die Ausbeutung der Erde,
religiöse Gewalt und fanatischen Hass.

Wir erleben
Brüche und Krisen,
Krankheit, Leid und Tod.

Wir sehen,
dass die Welt Dich vergessen kann
und erleben doch immer wieder Zeichen
Deiner Nähe, Deines Lebens und Deines Friedens.

Dankbar sind wir Dir für alle,
die an einer friedlichen und solidarischen Welt mitwirken,
die eine menschenwürdige und gerechte Zukunft suchen,
die sich für eine versöhnte Gesellschaft einsetzen,
die für Dialoge zwischen den Religionen einstehen.

Dankbar sind wir Dir für alle,
die uns das Glück gelingender Beziehungen schenken,
die unseren Herzen und Seelen Frieden geben,
die an Dich glauben, Dich lieben, Dich bezeugen,
die unser Vertrauen auf Dich und Deine Nähe stärken.

Dankbar sind wir Dir vor allem,
dass Du uns Deinen Sohn Jesus Christus geschenkt hast.
Er ist unser Friede.
Durch Ihn und mit Ihm können wir Friedensstifter sein.

Mit Ihm und allen Betern des Volkes Israel sprechen wir:
„Wer ist der Mensch, der das Leben liebt und gute Tage
zu sehen wünscht? Meide das Böse und tue das Gute;
suche Frieden, und jage ihm nach!“
So lass uns Menschen werden, die das Leben lieben
und den Frieden suchen. Amen.
nnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnn
Die wir dich, das alles umfangende Du,

auf das wir unsere Herzen hingespannt finden,

´Gott´ nennen, ja: ´Vater´...!






Du unfassbar tiefer und reicher Lebensquell,

in dessen Händen
wir uns lesen und verstehen lernen dürfen
 
und uns   b e r ü h r e n   l a s s e n ...

...von Deinem belebenden Dasein gegenüber allem Existenten...

... und von dem tiefen FRIEDEN, den Du für uns hast:
 
mit all dem,
was uns ein Stück weit zu Deinen Spiegeln macht, ...
und  - unaufhebbar -
dennoch ein Stück weit erbärmlich sein und bleiben lassen muss ...




LASS UNS spüren, dass nicht Du es bist,
der etwas auszusetzen hat an unseren Irrwegen
und wechselseitigen Erbarmungslosigkeiten...


LASS UNS sehen lernen, was in den Blick zu fassen,
uns oft so ungeheuer schwer fällt:

all unsere Schmerzen werden um keinen Deut geringer,
wenn wir Verurteilung gegen Unrecht setzen,
Sühne einfordernde Bändiger sein wollen,..


LASS UNS sehen lernen, dass wir gar nicht anders können,
als sämtlich  a u c h  zu irren ...

...dass es zwischen uns aber nicht aufs Steine-Werfen,
sondern allein
aufs Einander-Suchen, Miteinander-Teilen
und vorbehaltlose Einander-(Wieder-)Aufnehmen
ankommt... ,
 
...über dem
- neben dem Schmerz -
- nicht minder ungezählt -
neues beseligendes ´Wohlgefallen´
(des Hirten ob des verlorenen und wiedergefundenen Schafs,
des Vaters ob seines gescheitert heimkehrenden Sohnes,
des Herrn ob seines ungetreuen Verwalters) 
im Zusammenklang alles Existenten
 spürbar zu werden vermag...



T r a g e n  wir Deinen FRIEDEN,
Frieden, wie Du ihn hast und schenktst,
 
-  statt Lehre, statt Norm, statt Vergeltung...
also: Rüstung ... !

mit neuer Kraft wechelseitig in unser aller Herzen!



HILF UNS, VATER,
so heil zu werden,
dass wir die Kraft schmerzbereiter Furchtlosigkeit entdecken
dort,
wo wir einander mit auferstanden verklärter Berühungskraft
zu begegnen lernen...
   
 

Dorothee Soelle 

Sie fragen mich nach der auferstehung

sicher sicher gehört hab ich davon

dass ein mensch dem tod nicht mehr entgegenrast

dass der tod hinter einem sein kann

weil vor einem die liebe ist

dass die angst hinter einem sein kann die angst verlassen zu bleiben

weil man selber – gehört hab ich davon

so ganz wird dass nichts da ist

das fortgehen könnte für immer

 

   
   
  HILF UNS, GOTT jenes ´Wortes, das im Anfang war´,

zu begreifen,

dass auch nicht die ausuferndste Wehr
uns angstfreier macht gegenüber Gewalt und Krieg... ,

dass wir vielmehr angstfrei,
-  h e i l  -
zu werden nur vermögen,
wo wir uns  a n r ü h r e n  lassen von allem, was existiert,
und so  a u c h  die Qualen  s e h e n  lernen,
in denen noch jeder persönliche wie politische Irrweg wurzelt...




HILF UNS, was wir da sehen,

so zu  b e a n t w o r t e n ,



dass auf allen Seiten ein ´FORTAN-NICHT-MEHR´ wachsen kann,
wie es Jesus einst der Ehebrecherin am Brunnen
mit auf den Weg gab :





...ein ´wechselseitiges Lesen- und Lindern-Lernen´ jener Qualen,
die Herzen in die Irre gehen lassen, verhärten...
 
...und uns etwa auch verleiten,
 unsere Angst in Wehr
bis hin zur Widersacher-Vernichtung
zu wandeln...


... DASS DA WACHSEN KANN. ein dynamisch vorangetriebenes, immer umfassenderes
FAIRPLAY... im freien Schwingen zwischen Nähe und Distanz...


 






HILF UNS zu einem ´FORTAN-NICHT-MEHR´,
wo wir uns bisher
über Druck und Drohung zu behaupten suchen...

 
 
 

HILF UNS, zu einem ´FORTAN-NICHT-MEHR´,
wo wir bisher
unsere Zuflucht zu Waffen-Arsenalen und Streitkräftestärken
nehmen zu müssen meinen...


HILF UNS, zu einem ´FORTAN-NICHT-MEHR´,
wo wir als Gesellschaften und Staatsvölker bisher
Hilfe in Bedrängnissen welcher Art immer
am vermeintlich sichersten
in Kampf-Bündnissen
suchen zu müssen glauben...



HILF UNS, zu einem ´FORTAN-NICHT-MEHR´,
wo wir stets und ständig ´Werteorientierung´
zu unserem Image erheben und allenthalben ´erstreiten´ wollen:
kämpfen gegen, kämpfen für, bekämpfen, wettkämpfen...





HILF UNS,


uns selbst,
die, die wir lieben
wie die, durch die wir uns bedrängt fühlen,

so sehen und lesen zu lernen,


dass wir sie
wie uns selbst
 
als jene´Fleisch gewordenen Worte Gottes´
zu erspüren beginnen,
von denen im Johannes-Evangelium die Rede ist...

- beschenkt mit der Fähigkeit
zu bewusst frei zwischen Nähe und Distanz schwingendem...
...unaufhebbar zwischen Seligkeit und Schmerz gespanntem ...

MITEINANDER...
 
- jenseits der unzähligen Kampfmodi,
in die wir uns allzuoft werfen zu müssen glauben!




Dann wäre FRIEDEN

-  unser Frieden mit all unseren Erbärmlichkeiten, den eigenen wie den fremden... - ruhend in Deinem Frieden mit uns...





GIB UNS DIE KRAFT ZU HIER UND HEUTE

GEMEINSAMEM ANFANGEN:


 

uneinschüchterbar ... mit brennenden Herzen,
 

...um hunderttausend-, ja millionenfach zu Gehör zu bringen,
 


DASS ES GILT, jeder Waffenstarre abzuschwören...
 


DASS ES GILT, nicht zuerst und zuletzt
´Gefahren´ zu unseren Themen zu machen
und uns von unseren Ängsten zerfressen zulassen...


DASS ES VIELMEHR GILT, unseren je eigenen Beitrag
zu finden und zur Wirkung zu bringen...



zu unmittelbar nachbarschaftlich 
wie weltumspannend befreiendem
FAIRPLAY ...




UND WIR DANKEN, dass wir das Wehen Deines Geistes
über all diesem Begreifen einmal mehr neu erfahren dürfen.

AMEN
   
   
   
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gw/  1999 OSTERREFLEXION 

   

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