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--- gw/  philosophische GEBETE   gw 5/2018 - Gebet, Bernau
     
     
  gw /    HILF UNS ANS LICHT NEUER OFFENHEIT
 
 
 
 
 
   
  Die wir Dich, das alles umfangende DU,
 
auf das wir unsere Herzen hingespannt finden,

´Gott´ nennen,  ja: ´Vater´...!
   
  / oder Jahwe oder Allah oder...
   
   
   
   
   















































































































































Zeit unseres Lebens nährt uns nichts mehr

als Menschen, die uns und die wir hören,

denen wir angehören,

mit denen wir teilen,
 
was und wen wir hören,
was uns hellhörig werden lässt
und was vor dem Ertauben bewahrt...





Und Zeit unseres Lebens

hören wir auf die einen,
überhören die anderen, provozieren ihr Schreien...




Fleisch gewordenes Wort ins Gehör dieser Welt sind wir,
Wort Deines umfassenden Geistes,
der als unbeirrbar heilendes Du in uns atmet...

In ihm sind wir unaufhebbar  G e h ö r t e,
G e m e i n t e

und über die Einmaligkeit eines jeden Einzelnen wie den Zusammenklang alles Existenten
B e a n t w o r t e t e ...



Und dennoch bleiben wir in unseren Wahrnehmungsvermögen wieder und wieder
Justierungs-Bedürftige ... ,

die weit mehr aufs Reden, Rufen, Ansagen, Verordnen, ja Strafen... setzen,
denn aufs Hören, Erspüren und von allem wahrhaft berührte Beantworten
der unzähligen Schwingungsgefüge in und um uns...


Justierungs-Fähige freilich bleiben wir auch,

wo wir die Einsicht zulassen,
dass wir uns irren oder geirrt haben könnten,
dass es gälte, neu hinzuhören, um den Lügen zu entkommen,
den nichtssagenden, weil hochverschwiegenen Worthülsen,
mit denen wir uns selbst wie einander beschallen,
 wo wir uns eher zu verstecken, denn zu öffnen trachten...
 


HILF UNS ANS LICHT JENER OFFENHEIT,

in die und zu der wir gerufen sind:


HILF UNS darauf zu vertrauen,
dass uns dort am wenigsten Bedrohung widerfährt,
wo möglichst wenig von uns ausgeht, aus dem andere Bedrohliches heraushören könnten ...

HILF UNS, dort wo wir hören und antworten,
- dabei selten frei von Schmeichelei, Stolz, Kränkung und Empörung -
einander auch wahrhaft zu meinen,
statt einander für uns selbst jeweils möglichst vorteilhaft nutzen zu wollen ...

HILF UNS zu begreifen,
dass jeder Verhaltenssteuerungsversuch nur irrtumsbefangen bleiben kann:
er lässt kein Eigen-Sein zu,
kein aus sich heraus bereicherungs-begabtes Gegenüber,
nur ein Gegen, das Gehör erst ´verdient´, wenn es ...



Wir sind nicht im Licht,
wenn wir meinen, wir stünden darin, die anderen aber im Dunkel ...


Wir geben nichts auf unsere Sinne,
.
wenn wir dem unumstößlich Wahrnehmbaren zuwider handeln,
.
dass schließlich keine Sekunde vergeht,

in der nicht Licht, ja Helligkeit, und Schatten, gar Dunkel, 
in unablässiger Bewegung wären ...

... - dabei:  was immer Körper ist (und wird) mal in das Eine, mal in das Andere einschließend
und nicht minder in ständiges Hinaus- wie Hinein-Gleiten tauchend ...


Nicht-Gemeint-Sein tut weh ...

Im Schatten, gar im Dunkel bleiben zu müssen,
beraubt uns entweder aller Energie
oder es lässt uns in überschäumender Wut aufbegehren ,..


Im Uns-Verstecken wie uns versteckendem Rüsten 
- vor wie gegen uns selbst und vor- wie gegen einander -
wähnen wir Schmerzvermeidung ...

... -  und schaffen uns Schmerzen gerade darüber wechselseitig ...



LASS UNS ZURÜCK- WIE VORWÄRTS-FINDEN zu Deinem Atem in uns,

zu Hauch und Gegenhauch, Wind und Gegenwind, Brausen, Donner und Sturm
zwischen allem Existenten,
in dem jene Bewegung klingt, aus der wir stammen und ohne die es Leben nicht gäbe...

... wo unsere Erde singt im Wechselspiel von Sonnenglut, Regen, Hagel
 - und Schnee, der so etwas wie Verstummungszäsuren an unser Ohr bringt,
aber auch knackendes Eis, Knirschen unter unseren Füßen
und tröpfelnde bis rauschende Schmelzwasser ...


...wo wir bergende Worte formen lernen können,

Sprache und Gesang aus Wohlgefallen und zu Wohlgefallen befreiend ...

- jenseits allen Anschuldigungs-, Urteils- & Pranger-Geschreis ...


... wo wir einander tatsächlich Antwort zu werden vermögen,
weil wir immer neu erfassen, was alles in dem schwingt,
was wir einander da jeweils zu Gehör bringen oder auch im Stummen belassen ... ,
in dem schwingt, was unsere Herzen ´sagen´... ,
und in dem schwingt, worin wir uns in Dir gründen ...

 
 
WIR DANKEN für das Wunder Deines heiligen Atems in allem Existenten
und für die Sensorien, mit denen Du alles, was ist und wird, wechselseitig begabst
im von uns gesuchten und gefundenen Zusammenklang
mit einander und mit Dir !


AMEN

   
   
   
   
   
   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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