Start  
gw/ Beitrags-Chronologie
Bernau, 16.1.2019
 
 
 
WAS MEDIEN LEISTEN SOLLTEN ... !
 
 
 
 
 
 
 
E l i t e n agieren auf der Basis angemaßter, überlassener und erzwungener Macht.

Wo immer jedoch Menschen einen Anspruch auf selbstbestimmtes Tun und Lassen ins Spiel bringen, reduziert sich das Überlassen von Macht, hört gar irgendwann weitgehend auf. Die Anmaßung verliert an Sogkraft.

Wo immer Menschen so wirtschaften w o l l e n , dass alles, was in welchen Radien immer um sie herum existiert, möglichst einschränkungslosen, zumindest existentiell noch verträglichen Respekt erhält, werden sie zweifelsohne Unternehmens- & Lebensformen zu entwickeln vermögen, die Macht-Anmaßungen wieder und wieder zu kanalisieren imstande sind...

Dergleichen geschieht aber nur, wenn, wann und wo immer Menschen sich dazu e n t s c h l i e ß e n , Alternativkonstruktionen von Leben, Entwickeln, Produzieren und Austauschen zu entwerfen, zu kommunizieren und zu realisieren - selbstbewusst und ohne die Illusion, Seitenhiebe auf den sich je länger je mehr türmenden Irrwitz respektlosester Machtanmaßungen eines immer zerstörerischeren Finanzkapitalismus ... würden irgendwann zu hinreichendem Aufbegehren führen...

Machtkämpfe leisten nicht wirklich Entscheidendes. Ordnungs-, Neu-Ordnungs-Leistung erwächst aus Herzen, Händen und Köpfen, die den Irrwitz ewiger Kämpfereien abzustreifen vermögen zugunsten neuer Wertungen, neuer Produktivitäts-Aktivitäten und neuer Kooperation...



Es ist in meinen Augen hoch an der Zeit, unser Uns-Abarbeiten am beklagenswert Falschen beiseite zu lassen und die Dinge anders zu denken, zu diskutieren und entschlossen dort einfach auf neue Weise zu m a c h e n , wo uns Spielräume gleichsam in den Schoß fallen - etwa dadurch, dass aus welchen Gründen immer punktuelle Arbeitsplatz-Verluste drohen bzw. bereits im Gange sind..., oder dass verschüttetes Wissen ausgegraben und in neu gedeihliche Produktivität verwandelt werden kann... und so fort...

Wo sich Menschen dort einander zuwenden, sich auf ihre Potentiale besinnen und längst im Ansatz bereitliegende Wissensquellen endlich anzapfen, werden sie auch im Wege neuer Unternehmensformen und Organisations-Plattformen auf die Beine zu stellen vermögen, worum es ihnen anders als bisher gehen  k ö n n t e :   um respekt-getragenes, sprich ´ e s s e n t i e l l e s   W i r t s c h a f t e n ´ nämlich !



E s s e n t i e l l e s W i r t s c h a f t e n wird sich am naheliegendsten und offensten Schritt für Schritt überall dort ins Werk setzen lassen, wo in Gang gekommene Strukturwandelsprozesse immer auch Machtumschichtungen bedeuten.

Denn solche ´laden´ zwar wohl zu weiteren Anmaßungen ´ein´, sind aber nicht minder von jenen aussichtsreich beanspruchbar, denen gedeihlichere Spielräume als diejenigen ungesunder Anmaßung vorschweben:


Entdecken und füllen wir - ganz gleich, ob wir noch oder schon nicht mehr mithalten können - Spielräume eines auf neue Weise kraftvollen und sinnvolle Entwicklungen realisierenden, aber entschieden schaden-vermeidenden Wachstums... - täglich mehr als es längst viele bereits begonnen haben ... !

Warum sollte es nicht möglich sein, austauschfähige Auskömmlichkeiten auf allen Seiten an den Tag zu bringen ?

Warum sollte es nicht möglich sein, die Lasten bei den Verursachern zu lassen und Güter wie Dienstleistungen bewusst bedarfsgerecht anzu-bieten, statt einen im Grunde irrwitzigen Kult ständigen, gar weltweiten Unter- & Über-Bietens zu betreiben... - in immer neuen Veitstänzen um einen Komsumgut-Hype nach dem nächsten... ?


Warum schreiben sich namentlich die ´Alternativ-Medien´ nicht endlich vorrangig die Kommunikation gesellschaftlichen Organisationsform-Ideen und Bau-Ansätze wie der eben umrissenen auf ihre Fahnen?

Kritisches Wissen bewirkt fernab ausgefahrener und zunehmend verstopfter Straßen erst dann die Erkundung neuen Miteinanders, wo A, B... über ein solches lesen, hören, sehen, nachdenken, reden und sich anschicken, davon etwas auf die Beine zu stellen... - und auch darüber wieder lesen, hören, sehen, nachdenken, reden und sich anschicken ... und so fort ...



W e l c h e   B e d a r f e   sollten wir als Gesellschaft zu decken und zu entwickeln trachten und welche weniger, welche gar nicht? -
D i e s e   D i s k u s s i o n   l e b e n d i g - elektrisierend   f ü h r b a r   z u   m a c h e n ,   sollte zentrale Aufgabe g e s e l l s c h a f t l i c h r e l e v a n t e r M e d i e n sein !

- D a s   wäre   I n f o r m a t i o n ,   nicht fast ausschließlich das Zusammenrechen und Ausstreuen von Verlautbarungen und Ruchbar-Gewordenem !!
Und so vollzöge sich dann auch wieder von umfassend produktivem Verständigungswillen getragener Erfahrungsaustausch ...



Wo fällt im Kontext dieser Bedarfe welche Art von Arbeit an - was davon erwerbsarbeitlich und im Rahmen welcher rundum angemessenen Arbeitsrganisation? Was davon grundeinkommens-finanziert (- statt von oben herab und erzieherisch als ´soziale´ Auffang-Leistung !!) ?

Wie insbesondere lässt sich Kapital-Eigentum auf neuen Wegen so akkumuliert anziehen und einsetzen, dass große Investitionen gestemmt werden können, wo Bedarf dazu entsteht, die Verwendung aber zu vielleicht 2/3 Sache der Mitarbeiterschaft des Unternehmens zu sein hätte ?

Wie lassen sich kooperative Netzwerke entwickeln zwischen allen, denen es um Bedarfs-Bedienung, nicht um Überproduktion geht, die nur scheinbar Wohlstand erzeugt, aber zu den irrwitzigsten Verschuldungs-Prozessen führt ?

Wie etwa lässt sich mit Hilfe solcher Beziehungs-Geflechte - unübersehbar medien-begleitet (!!) - die Dumping-Konkurrenz des Finanz-Kapitalismus unterlaufen, sobald man ein essentiell wirtschaftendes Unternehmen betreibt ?

Wie lässt sich - wiederum unübersehbar medien-begleitet (!!) - FAIRNESS in unser lokales, regionales bis weltweites Marktteilnahme-Verhalten bringen - und dessen Möglichkeiten zum Haupt-Erörterungs-Gegenstand unserer Medien machen, statt diesen oder jenen Gezeters um Symptombehandlung X ?!

Welche Unternehmensformen eignen sich, um allein nach bedarfsgerechtem Profit zu trachten ?
Welche wie vernünftig digitalisierten Unternehmens-Organisations-Modelle erlauben rundum flexible, also lebendigkeits-befördernde Erwerbs- wie erwerbsfreie Arbeits-Strukturen ?
Welche Unternehmensformen erlauben keine Aufkäufe ?

Und so fort ...!




Medien sind doch sogenannt ´kampagnen-erfahren´...

Warum inszenieren sie nicht ebenso gezielt und bewusst im Vordergrund eine tagtägliche Beleuchtung immer neuer Facetten des auf essentiell gedeihliche Weise Möglichen ? !!!
 
 
 
 
Von: Selbst <gabrieleweis@web.de>
An: redaktion@rubikon.news, mut@rubikon.news, freie@rubikon.news
Betreff: Was namentlich alternative Medien wie der ´Rubikon´ leisten sollten...
Datum: Wed, 16 Jan 2019 12:52:01 +0100
 
Hallo zusammen,


der Neujahrsgruß des Rubikon, den ich nur zu gerne von Herzen ewidere,  mündet u.a. in folgendes Zitat:
„Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.“
George Bernard Shaw






Eine meiner Verrücktheiten besteht nun darin, mir entschieden mehr produktive Konkretheit zu wünschen, als sie der ´Rubikon´ für meine Begriffe bsher bietet.

Ohnmachtsmantren wechseln da wiederholt mit der Zufluchtnahme zu der Aufforderung, selbst Wandel zu sein...
-   „Wenn wir uns verändern, verändern wir auch die Welt. Haben wir Mut zu mehr wechselseitigem Respekt und Empathie“  -

Mit Verlaub  -  das bleibt mir viel zu sehr im allgemein Unverbindlichen stecken.

Wann und wo verlangt uns denn wechselseitiger Respekt  Mut ab   -  mit Blick auf ´die Eliten´, ´die´ Rechten, Linken, Karierten..., ´Schwache´und ´Starke´ bis Übermächtige, Arme und Reiche, ´Faule´und ´Fleißige´, ´Looser´und ´Winner´, Wirtschaftsweise A, B, ..., Ideologie und Religion A,B,..,  Tätigkeit wie Un-/Nicht-Tätigkeit, Plätze in der Mitte bis hin zu rgendeinem Weit-Außen ... ...
Ohne breit gestreute medial befeuerte Verständigungen über den Wandel, zu dem Menschen da hierzulande wie sonstwo in sich wie nach außen gelangen sollten bzw. könnten, tut sich da vermutlich eher wenig...
Jede/r im stillen Kämmerlein und seinem unmittelbaren Umfeld ist viel, gewiss  -  und doch um einiges zu wenig ... ?!

Wie folglich agiert man die da vielfältig reibenden Verschiedenartigkeiten und Konfliktlagen ganz konkret respektvoll aus?  Wie meidet man Kampfmodi und durch welche Weisen und Formen von Mit- bzw. Nebeneinander etwa ersetzt man sie?


Wie kann beispielsweise so etwas wie empathisches Wirtschaften  überhaupt aussehen, wie Abhilfe angesichts einer Überfülle durchaus mitgeschaffener Not?
Wieviel gemeinschaftliche Klärung und Verständigung ist nötig, um auch nur kleine Inseln halbwegs empathischer Anbau- und Viehwirtschaft in Gang zu setzen und am Leben zu erhalten  ?  ... Wo sind die in den Blick nicht allein von Insidern gehobenen Multiplikator-Medien für alles, was sich diesbezüglich ohne Kampfgetöse bereits Stück für Stück machen und verbinden lässt ?

Entfernt uns die Aussicht auf ein Internet der Dinge in unseren privaten Lebensvollzügen und in den Kontexten unserer öffentlichen Bewegungs-Profile ggf. viel zu sehr von Empathie und Respekt, wie ihn doch alle offenbar brauchen ?...
Welchen Wirksamkeits-Illusionen   - insbesondere etwa auch auf räumliche Mobilitäts-Usancen -  sitzen wir auf, wenn scheinbare wie tatsächliche virtuelle Bewegbarkeiten immer größere Teile unserer Aufmerksamkeit und letztlich dann doch  Ressourcen ohne Ende schlucken ?

Was davon soll unter uns Raum haben, was eher bis gar nicht?  -  Über welche konkreten Struktur-Entscheidungen für die Organisation von Güter- wie Dienstleistungs-Angebot und -Nachfrage, Lebensvollzug insgesamt, erreichen wir, was wir da nach reiflicher öffentlicher Erörterung wollen?  Welche Korrekturbedarfe entstehen unterdes ...? ...


Wie erreichen wir täglich tragfähigere und weiter gespannte Anschluss-Qualitäten in dem, was Menschen auf neu durchdachte und geklärte Weise zu tun ja vielerorts bereits begonnen haben ?

Und    d a s    bitte endlich ganz konkret als Entwurf wie Erfahrungsbericht und kritische Resultat- & Überarbeitungs- bzw. Verbesserungs-Analyse !!


Wunderbare Zitatweisheiten wie die im Neujahrsgruß des ´Rubikon´ zusammengestellten entfalten ohne wechselseitig und vielfältig elektrisierende ganz konkrete Umsetzungsüberlegungen und zumindest medial intensivst geführte Auseinandersetzungen ja leider nicht die Kraft, auf die zu vertrauen sich anböte...



Es ist in meinen Augen hoch an der Zeit, unser Uns-Abarbeiten am beklagenswert Falschen ein Stück weit bewusst beiseite zu lassen und die Dinge   a n d e r s   zu denken, zu diskutieren und entschlossen zumindest dort einfach auf neue Weise zu m a c h e n , wo uns Spielräume gleichsam in den Schoß fallen  -   etwa dadurch, dass fallweise aus welchen Gründen immer irgendwo punktuelle Arbeitsplatz-Verluste drohen bzw. bereits im Gange sind..., oder dass verschüttetes Wissen ausgegraben und in neu  g e d e i h l i c h e  Produktivität verwandelt werden kann... und so fort...


Mich beispielsweise haben aktuell die Auseinandersetzungen um den Hambacher Forst  einmal mehr auf die Chancen gestoßen, die in Strukturwandels-Nöten liegen... insbesondere dort, wo gerade erst  e i n m a l    m e h r   und eher  wenig respektvoll  bielen Menschen entbehrungsreiche Umbrüche auferlegt wurden wie etwa in der Lausitz...
Die Wiederbelebung alten Wissens  - um Rohstoff-Qualitäten beispielsweise wie jenen von Nutzhanf -  eröffnete, so meine ich aus der Ferne, hier bis dahin nicht genutzte Poduktionsbereiche mit vielfältigsten Erwerbsarbeits- und anderen Möglichkeiten...

Entsprechend entstanden ist über solchen Überlegungen folgender Offene Brief an mögliche Ansprechpartner/innen weitgehend unmittelbar aus der Bevölkerung vor Ort, soweit ich sie im Internet recherchieren konnte:
http://buergerbeteiligung-neu-etablieren.de/LBK/mat/strukturwandels-vorschlaege/UMSTIEGS-IMPULS%20STRUKTURWANDEL%20LAUSITZ.html

Ich mag dergleichen im einfachen Drauflos einer denkbar Unbekannten sicher irgendwo befremdlich und viel zu unbeleckt angehen.
Aber für mich ist Erfahren von und Kritik an Fehlentwicklungen immer etwas, das Projektion auslöst, Umbau nahelegt, ein Zusammendenken ungezählter Informations-Elemente zu vielleicht gangbarem Neuem.
(vgl. etwa:  http://buergerbeteiligung-neu-etablieren.de/POLITISCHES/M/ESSENTIELL%20WIRTSCHAFTEN.html )
Was davon in mir arbeitet, greife ich irgendwann auf, um es in den Grenzen meiner Horizonte auf Realisierbarkeiten hin auszuloten und im Netz anzubieten.



Nur wo Menschen dergleichen (und bitte hoffentlich um einiges besser als ich) unternehmen und sich   - Rück-Einmischungen erhoffend -  darüber mitteilen und auseinandersetzen, so will mir scheinen, gelingt so etwas wie eine ´Saatgutentwicklung,  Aussaat und Aufzucht´ von Neuem und neu Gedeihlichem...


Und so ist denn mein Wunsch an Euch Rubikon-Macher/innen:
Konzentriert Euch nicht so sehr aufs Zusammenrechen und Ausstreuen von analytischen Verlautbarungen und Ruchbar-Gewordenem !!

Legt Euren Schwerpunkt auf möglichst elektrisierende Berichte von und Erörterungen über Entwürfe und Beispiele   -  davon:    wie erst einmal immer mehr Stolperer basteln (könnten) an zunehmend weiter spannbaren Alternativen zu so manchem von dem, was so wie bisher nicht (mehr?) zu tragen vermag...

Es gibt Wandel-Initiativen zuhauf, eine offenbar muntere (im Verhältnis zum so Bewegbaren eher doch vielleicht etwas aufwändige)  Kongress- und Tagungsszene der sich da sehr wohl in den verschiedensten Nischen Engagierenden ...
 -   Eine mediale Vermittlungs- und Auseinandersetzungs-Kultur über das dort ideell wie materiell Bewegte bietet jedoch auch ´Rubikon´ leider bisher für meine Begriffe nicht ernsthaft...


... Ans andere Ufer eines Flusses gelangt nur, wem Übersetzungs-, gar Überbrückungsmöglichkeiten vorschweben, und wer Wege findet, das da im Ansatz Erdachte gemeinschaftlich weiterzuentwerfen, durchzuarbeiten und ins Werk zu setzen.  -  Einwände willkommen, nur über sie schließlich werden Spreu vom Samen unterscheid- und je spezifisch brauch-bar...:  sie aber gehören ins Zentrum medialer Vermittlungsleistung, meine ich.


Damit genug mit dem Verweis auf Verrücktheiten, wie sie mir gegeben sind.
Wo Ihr was damit anfangen mögt, freu ich mich...



Beste Grüße und weiterhin eine gute Hand, bei dem, was Ihr so tut!


Gabriele Weis