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U. Fichtner:  "Es sollte aber doch jedes Kind wissen, dass ein Koloss wie Deutschland keine Wahl hat, Macht auszuüben oder nicht." 

// vgl.  tagesnotiz, 29.1.18 

 

 

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(aus: Leitartikel Ullrich Fichtner, Spiegel 5/2018      4

"Es hat wenig bis nichts geholfen,, dass der ehemalige Bundesräsident Horst Köhler aus dem Amt stolperte, weil er die damals noch unerhörte Selbstverständlichkeit aussprach, dass es zwischen Militäreinsätzen und wirtschaftlichen Interessen verbindungen gebe..
...
Deutsche Außenpolitik könnte, wenn sie sich denn so definieren wollte in ehrgeizigen Inititiven für eine bessere Welt bestehen.
...
...und Gabriel sagte gut und klar, dass es auch für Deutschland "keinen bequemen Platz mehr an der Seitenlinie "  gebe. Man erwägt.
...
Es sollte aber doch jedes Kind wissen, dass ein Koloss wie Deutschland keine Wahl hat, Macht auszuüben oder nicht.
...
Die politischen Parteien, deren vornehmste Rolle darin besteht, bei der Willenbildung des Volkes mitzuwirken ...  könnten sich auch einmal der Frage widmen, ... warum wir es nicht skandlös finden sollten, dass in Syrien womöglich mit deutschen Waffen Krieg geführt wird."

 
 
      / gw/  W I D E R S P R U C H !  diskussionsvorlage,   29.1.2018
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Natürlich, alles, was existiert, hat Macht, die Macht des eigenen Tuns & Lassens  - 

Großes kann Großes tun wie lassen, Kleineres vielleicht (!) ´nur´ Kleineres ...  

 

Die Macht über andere ist jedoch selbst dem Größten nicht  g e g e b e n. 

Und sie sollte auch nicht von Kleineren so oder so an Größere delegiert werden,  nahezu gleich ob regelgerecht oder erzwungenermaßen ... 

 

Wo das geschieht, entsteht Macht - K a m p f. 

Denn Unwuchten, unterschiedliche Berechtigungen, also Not, Elend, obszöner Reichtum und Krieg

sind zwangläufige Folge...

 

 

Kampf nämlich  bedeutet unausweichlich früher oder später

Verdrängung, Ausschaltung, Ausbeutung  -  am Ende unweigerlich Krieg...  ...  ... 

Davon hatten und haben Menschen aller Zeiten

und wir Heutigen angesichts der gegenwärtigen Kriegs- & Ausbeutungs-Formen und -Verläufe

weiß Gott über-genug ...   ...

 

Verabschieden wir uns endlich vom sogenannten ´Agonalen Prinzip´,

wie es zwischen den ´Schlagetots´ des früh-antiken Griechenland  gepflegt wurde 

- traditionellerweise nennen wir sie ´Homerische Helden´ - ,  

und wie es seither,  gewiss verschiedentlich auch veredelt, die europäische  -  und über sie die Welt-Kultur  -  treibt   - 

zu Höhenflügen wie Katastrophen gleichermaßen...

 

 

 

Wir haben   - jede/r von sich aus -    f ü r   nichts anderes als einen   f a i r e n   Umgang miteinander    e i n z u s t e h e n  - 

jeder gleichberechtigt mit jeder/m anderen ... -   

 

Faires Produzieren, faires Handeln, fairen Know-How-Austausch, faire Hilfestellungen, faire Vereinbarungen unmittelbar zwischen jeweiligen Partnern (für was auch immer)  -  

statt mehr oder minder weltumspannender Vereinbarungsbemühungen,

die es   o h n e  Unwuchten und Bündnis-Schmiedereien zur machtvollen ´Gestaltung´ von Vor- & Nachteilen für... 

niemals geben wird ... ...  ...  ...  ...

 

 

Die Etablierung  - wie in den letzten Jahrzehnten gleichwohl und immer eklatanter:  der Niedergang  (!) - 

der ´Völkerbunds-´ und ´Nationen-Vereinigungs´-Idee, versuchte ´Klima-Abkommen´, ´WorldEconomicForen´, und ´Gipfel´ aller Art: 

 

machen die Sackgassen,

an denen wir da allenthalben arbeiten,

nur zu sichtbar für jeden,

der zuweilen den Kopf aus einem Meer letztlich unfriedlicher Regelungsversuche hebt ...  ... ...  ...  ... 

 

 

... ´Größe´  

-  im Sinne von Vorrang, Erzwingungsstärke und Unerschütterbarkweit trotz nicht selten dauerhafter Versäumnisse  -   

wollen alle entwicken, wiederbeleben, verteidigen 

 

-  statt einfach sie selbst zu sein: 

 

 

Es gibt aber angesichts der zuweilen ungeheuren, gleichwohl zutiefst wunderbaren Vielfalt alles Einzigartigen

 

nichts Würdigeres auf dieser Welt, nichts Friedlicheres, nichts für alle Förderlicheres, für Gläubige nichts Gottgefälligeres ...

 

als jeweils ´man´ selbst zu sein  (jeder einzelne, jede Gemeinschaft, jedes politische Gemeinwesen) ... ... ... 

 

 

Sobald wir uns selbst wie einander (!) 

Fehler, gar gravierende Irrtümer zugestehen

und uns nicht in endlosen, immer unsäglicheren Verurteilungen verstricken & erschöpfen,

 

können wir sichtbar werden lassen, was wir aneinander haben könnten,

starrten wir nicht oft und oft denkbar unverwandt auf das,

 

was uns an ihnen stört, beeinträchtigt, tatsächlich oder auch nur vermeintlich bedroht ... 

--- weshalb die Entfaltung von Zwingkraft einen immer obszöneren Teil unserer Kräfte absorbiert ...

 

 

 

Beraten wir zuallererst einfach und ohne erhobene Zeigefinger (!)

mit allen, die sich auf eine  -  a u f    n e u e   W e i s e    z w a n g - f r e i e  -   Weltpolitik auszurichten trachten ... 

 

...  Beraten wir,

welche gesellschaftlichen, rechtlichen, wirtschaftlichen,

Natur wie Menschen sinnvoll schonenden,

sportbezogenen und wie auch immer kulturellen Entwicklungen

 

wir beibehalten, weitergeben und weiterentwickeln wollen und welche besser nicht  -  

 

und:  im Rahmen welcher

von den jeweiligen Verhandlern als sinnvoll & und betroffenerseits (!) förderlich erachteten

Regeln

wir das tun wollen... ... 

 

Und knüpfen wir Beziehungen wirtschaftlicher wie sonstiger Natur,

mit neuem Schwung und entschlossen,

 

vorwiegend mit wem immer wir sie   f a i r   zustande bringen   -  

 

und unbeirrt von den andersartigen ´Erfolgen´

weiterhin rivalitäts-verhaftet agierender Menschen, Unternehmen, Verbände  und Gemeinwesen...

 

 

Es gilt nicht, ´Macht   a u s z u ü b e n´, 

es gilt vielmehr uns selbst und einander kooperativ Spielräume

zu schaffen, zu schenken, sie offen zu halten und weiter zu entwickeln   -  

 

also ohne Beherrschungsgelüste das jeweils wirklich für die Beteiligten Förderliche zu  m a c h e n ,

nicht aber zu erzwingen...

 

 

Also bedarf es   k e i n e s   Militärs.

 

Und vor allem bedarf es   k e i n e r   weltweiten   j ä h r l i c h e n    Rüstungsaufwendungen  

 

-  allein (!) 2015 in der aberwitzigen Höhe von   1 120 586 424 000 € / 1,2 Billionen € ..................

auch nur der TOP-15-Rüstungsstaaten  ...............................................

 

 

 

Soviel sollte gewiss sein: 

 

Die größten Risiken  - für alle (!) - 

 

schaffen wir je länger je mehr 

 

ganz sicher  

 

m i t   Waffen

.................................

 

 

 

Wo wie auch immer Benachteiligte bzw. so Fühlende

sich   w a f f e n f r e i e r    F a i r n e s s    in den Weg stellen,

 

ist   A u s w e i c h - F i n d i g k e i t  gefragt,

 

die unbeiirt und mit langem Atem auf wirkliche Fairness setzt,

 

wie weit sie sich unterdessen auch immer   w e g d u c k e n   muss  ... ... ... ... 

 

 

 

 

 

 

Dergleichen wird mit Sicherheit seine Anziehungskraft entfalten,

 

insbesondere dann, wenn wir die Hand ausgestreckt halten für alle,

die allmählich zu sehen beginnen,

 

dass es auch für sie Aussichtsreicheres gibt als Siege und Blutbäder ... ... ... ... ... ... ...

 

 

 

Durch unsere ständigen Vermessungen

von Größen bzw. Stärken - und Größe- bzw. Stärke-Verlusten

 

entwürdigen wir uns selbst wie einander ... 

 

und wundern uns,

 

wieviele Menschen auf dieser Welt das zunehmend so schmerzt,

 

dass sie Hasstiraden zu ihrem täglich Brot machen ..................

 

 

 

 

Gabriels und anderer Rede vom endlich aufzugebenden ´bequemen Platz an der Seitenlinie´,

den Fichtner ungeduldig zitiert,

 

träumt von einem  ´koloss´ - entsprechenden,

also sogar besonders anspruchsvollen Weltverbesserungswillen,

zu dem sich Deutschland 

- sehr wohl auch waffenliefernd -

endlich bequemen solle....   

 

 

-    Weder am ´deutschen´ jedoch,

noch an sonst einem ´Wesen´,

das jemand überzustülpen hätte,

weil er angeblich & vermeintlich ´bessere´  Wege zu bieten hat als andere (???), 

 

 

kann auch nur irgendetwas ´genesen´,

 

geschweige denn gleich die ganze Welt .... 

 

-  das hatten wir doch ausgeprägt genug bereits ....

 

 

 

Lassen wir endlich ab

 

von traditionell immer irgendwie und vielfältig gigantomanischem ´Sicherheits´-Denken & -Gebaren.  

 

Wir bessern damit allenfalls vordergründig punktuell das eine oder andere

 

und treiben nur,

wie es so weise heißt,

einen Teufel mit anderen aus ... ... ... ... ... 

 

´Only one winner´ - zuweilen;  

 

seltenst:  ´win-win´ für einige;  

 

´lost´:  fast immer und für fast alle !!

 

 

 

 

´Sicherheit´ stellt sich ein,

wo wir einander durch ein faires Miteinander Kooperationen ermöglichen,

 

die Unsicherheit nehmen,

weil sie Auskommen & Wohlergehen zu Inhalt und Zielen haben ...

 

 

 

Wo ´Sicherheit´ hingegen mit Waffengewalt erreicht werden soll,

ist sie in unaufhebbarer & tendentiell wachsender Gefahr  ... ... ... ... ...

 

Auch Herr Fichtner und der ´SPIEGEL´ dürften das eigentlich wissen  ...

 

Also verlassen wir das so verbreitete Kommunizieren wider besseren Wissens endlich ... 

 

 

 

Beenden wir zumindest den Waffen h a n d e l 

 

durch gemeinwohlwirtschaftliche Alternativ-Ideen zur bisherigen Rüstungsindustrie ... ... ...